SO WURDE UNSER 3D-MANNEQUIN HERGESTELLT

"Harriets" faszinierender Weg vom ersten Scan bis zum kompletten Mannequin

Am Anfang des Herstellungsprozesses wird ein 3D-Scan durchgeführt. Harriet steht still, während unser Ingenieur Tom den Infra-Rot-Scanner über ihren Körper und ihr Gesicht navigiert. Jede Dimension von Harriets Körper wird in einem digitalen 3D-Raum abgebildet.

Diese 3D-Teile bzw. Punkte werden dann sozusagen „zusammengenäht", und ergeben ein 3D-Gitter. Dieser Prozess wird auch „Tessellation" (also Mosaikarbeit) genannt. Dieses zusammengefügte Mosaik stellt dann sozusagen die Haut für das 3D-Modell dar. Das klingt sehr nach „Minority Report meets Matrix"…ist also sehr komplex und clever.

Die Daten werden dann in eine Software hochgeladen, die einen programmierbaren Fräse-Roboter bedient. Dann erfolgt der digitale Feinschliff, um Bauteile zu kreieren, die maschinell hergestellt werden können. Für kleine und filigrane Teile wie Zehen, Gesicht und Finger benötigt man einen sehr feinen 3D-Drucker, um die Details herstellen zu können. Größere Bereiche wir Torso, Beine und Kopf werden dann mithilfe eines industriellen Roboter aus Polyurethan herausgefräst.

Der gesamte Prozess ist überraschenderweise sehr arbeitsintensiv. Wir waren etwas naiv und sind davon ausgegangen, dass der Computer all die harte Arbeit verrichten würde, aber es musste sehr viel Zeit in das Programmieren und Verfeinern der Herstellung gesteckt werden...und viele Tassen Kaffee (er trinkt SEHR viel Kaffee). Harriets 3D-Print des Gesichts und der Hände allein benötigen 18 Stunden, währenddessen Thom auch pausenlos an der Arbeit ist.

Harriet's Kopf wird hier von ihrer Stütze genommen und mit ihrem Hals verbunden, wo die Nähte ausgeschliffen werden. Magnete werden in ihre Gelenke eingearbeitet und Thom beginnt mit der Abschleifung bzw. damit, die Teile mit Polyester zu verkleiden. Dabei trägt er mehrere dünne Schichten auf, die in die Poren des Kernmaterials sinken, um eine robuste Versiegelung herzustellen. Zu guter Letzt kann man eine unheimliche Ähnlichkeit mit der realen Harriet feststellen.

Harriets Mannequin wurde von Thom Bridle vom 'Studio Forty Three' durch 3D-Technologie gescannt und gedruckt.

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