100 JAHRE VOGUE

Ein Style-Jahrhundert

Vogue. Ein Wort, ein Magazin. Die Auswirkung? Gewaltig. Im wahren Vogue Style, hat das ikonische Magazin jetzt auch seine eigene Ausstellung in der National Portrait Gallery in London: Zugänglich für die Öffentlichkeit vom 11. Februar bis zum 22. März 2016.

Die Ausstellung, Vogue 100: Ein "Century of Style" zeigt eine große Auswahl an Fotografien, die seit der Gründung der Zeitschrift im Jahre 1916 veröffentlicht wurden. Es sind nicht nur großformatige schwarz-weiß Fotos - die Wände sind mit Vintage Drucken und Arbeitsdokumenten geschmückt, die alle eine Geschichte erzählen. Jedes Foto wurde mit einem Titel und einer Beschreibung gekennzeichnet. Das was unbeachtet war, wird aufeinmal beachtet.

Mit 287 ausgestellten Bildern und Kopien sowie Arbeiten von 78 Fotografen und Illustratoren, nimmt diese exquisite Ausstellung Sie mit auf eine wunderschöne Reise von gegenwärtigen Themen bis hin zur Geburt dieses Kult-Magazins.

2000 und weiter: Es wird dunkel und wo sind wir jetzt?

Ein neues Jahrtausend, eine neue Welt und doch ist die Vogue noch immer vorne mit dabei, wenn es um die neue Mode geht. Treten Sie ein in ein Jahrzehnt mit dem genialen Geist von Alexander McQueen. Das Magazin zeigt außerdem die Schnelligkeit des Lebens selber, in dem es das Internet, Social Networking und internationale Angelegenheiten aufgreift. Gwyneth Paltrow, Gisele Bündchen und Kate Moss zieren die glänzenden Seiten des Magazins in diesem Jahrzehnt.

1990 – 1999: Broken Glamour

Die 90er: Das Jahrzehnt in dem Vogue 75 Jahre alt wurde. Die Ausstellung zeigt das erste Cover Shooting von Kate Moss im Jahr 1993 sowie das legendäre Shooting mit Naomi Campbell, Linda Evangelista, Tatjana Patitz, Christy Turlington und Cindy Crawford - die Supermodel-Ära war geboren. Die bahnrechende Fotografie von Mario Testino und das Revival vom „High Glamour" wurde ausgeglichen mit dem Veröffentlichen von Artikeln, die das Thema kulturelle Style Reportagen aufgriffen.

1980 – 1989: Die Geschwindigkeit des Lebens

Das Großbritannien der 80er ging durch einen großen kulturellen Wandel. Um das Widerzuspiegeln zeigt die Vogue die Kunst des „Power Dressing“ und die Liebe der Nation zu Princess Diana, die sich auch damals im Magazin gezeigt wurde“. Das Wort „Designer“ wurde global gefeiert, und im Jahr 1983 wurde Karl Lagerfeld auserwählt Chanel wiederzubeleben. Viele bezeichnen dies als das Jahrzehnt der „Image-bewussten“.

Ich interessiere mich leidenschaftlich für Mode. Mode macht Spaß und bringt Jobs - Margaret Thatcher

1970 – 1979: Pressure Drop

In diesem Jahrzehnt wurde das Fernsehen in Großbritannien beliebt und fesselte die Nation. Fotograf Guy Bordin und Helmut Newton hielten die Sucht der Briten nach dem kleinen Bildschirm mit innovativen Bildern fest und wieder einmal wurde die Vogue zu einem Epizentrum, das den kulturellen Wandel festhielt.

Vogue untersucht in der Ausstellung warum die Punk-Bewegung sich explosionsartig entwickelte. Zu der damaligen Zeit wurden Slogans per Hand auf T-Shirts gemalt und Wände in Städten wurden mit Graffity beschmiert.

1960 – 1969: Der lockere Puls der Zeit in London

Mick Jagger, Jean Shrimpton, The Beatles, und das „Phänomen des Jahrzehnts“ Twiggy. Man kann sicher sagen, dass dieses Jahrzehnt von einer jungen und frischen Kultur dominiert- und künstlerisch im Vogue-Magazin festgehalten wurde. Der 60er Jahre Raum in der Ausstellung hat senf-farbene Wände und zeigt David Bailey’s berüchtigtes „Top Coats“ Shooting mit Jean Shrimpton. Daneben sieht man zerrissene Kopien von Vintage-Fotos einer Vogue der 60er.

1950 – 1959: Ein visionärer Glanz

Die Vogue der Nachkriegszeit repräsentiert ein Gefühl sozialer Gleichheit, da Norman Parkinson mit seinen Fotos traditionelle Werte betonte und sich alles darum drehte Großbritannien wieder nach vorne zu bringen. Diesen Bildern standen Fotografien von Anthony Armstrong-Jones gegenüber, die einen eher verspielten Stil hatten und nicht konform mit gesellschaftlichen Regeln waren.

Wir glauben an eine unabhängige Mode für junge Leute … ein Look der clean und ordentlich-, mehr originell als albern- und praktisch ist; der aber dennoch Raum für Fantasien lässt. – Vogue 1953

1940 – 1949: Die Kunst des Friedens festhalten

Die Signifikanz des sozialen Einfluss der Vogue trat in diesem Jahrzehnt ans Licht. Extra Papier musste gesichert werden, trotz strikter Rationen. Das Magazin machte weiter mit einem eindeutigen Einfluss auf die „Moral der Heimatfront“. Die Vogue wurde nicht mehr vierzehntägig veröffentlicht, sondern monatlich und wurde ein Journal des Krieges durch die Augen eines Fotografen.

1930 – 1939: Glamouröse Dämmerung

Schatten, Silhouetten und Studios – die Vogue festigte ihre Position an der vordersten Spitze der neuen Mode. Die Arbeiten von Edward Steichen reflektierten eine „glamouröse Kultur“, die in den Magazinen der damaligen Zeit so nicht gezeigt wurde. George Hoyningen-Heune’s Arbeiten, waren dafür bekannt, dass er Licht im Studio nutze. Die Ausstellung simuliert dies anhand von konturierten Linien auf den Wänden der Ausstellung, die so das Jahrzehnt wiederbeleben.

1916 – 1929: Wie jemand lebt

Dies ist das Jahrzehnt in dem die Vogue ins Leben gerufen wurde. Der Art Deco inspirierte Raum der Ausstellung beherbergt einige der ersten Vintage Drucke. Die erste Lady, Eileen Welleslay, festgehalten von E.P. Hoppe, hängt stolz, blass und verschlissen an der Wand. Das Bild geht zurück zur dritten Ausgabe der Zeitschrift, als das Londoner Büro ein Treppenhaus in der Fleet Street war.

Die Vogue hat uns gelehrt, dass sich Fashion-Fotografie nicht nur um Kleidung- und sich die Vogue nicht nur um Fashion dreht. Es geht auch um menschliche Geschöpfe: die Figuren, die das Verständnis der Welt und die kulturelle Geschichte geformt- und geprägt haben. Die Ausstellung zeigt eine Reise - die Vogue als eine Zeitschrift, die sich stetig verändert. Eine Ausstellung, die Sie sich unbedingt anschauen sollten!