LERNEN SIE DIE STYLISTIN CHRISTINE DELASSUS KENNEN

Christine de Lassus ist eine gefeierte Stylistin und der kreative Kopf hinter unseres New York Herbst-Shootings. In unserem Interview mit ihr dreht sich alles um Fashion, von den Quellen ihrer Inspiration bis hin zu aktuellen Trend-Themen.

Haben Sie ein weibliches Vorbild, das Sie inspiriert?

Ich liebe Tilda Swinton und finde sie einfach bemerkenswert. Sie ist eine große Inspiration für mich. Tilda ist eine tolle Schauspielerin und mir gefällt ihre Art sich zu kleiden und wie sie sich durch Anmut in ihren Styles von anderen abhebt. Für mich ist sie nicht nur mein Fashion-Idol, sondern auch ein Vorbild für Kunst, Filme … einfach für alles.

Was sind die drei Dinge in Ihrer Handtasche, ohne die Sie nie das Haus verlassen?

Iphone, das Iphone Aufladegerät und meine Schlüssel, damit ich wieder in meine Wohnung komme.

Welche drei Teile aus unserer Long Tall Sally Herbstkollektion gefallen Ihnen am Besten?

Mir gefallen die mit Fransen besetzten Cowboystiefel. Ich finde sie haben einfach einen süßen und verspielten Touch. Des Weiteren bin ich ein Fan der Biker-Jacke, die ich gerade selber anhabe. Sie ist unglaublich stylisch und verleiht jedem Look eine besondere Note. Und das dritte Kleidungsstück ist die großartige und coole Boyfriend-Jeans.

Welche Quellen nutzen Sie für sich als Inspiration?

Ich mag sehr gerne Zeitschriften wie Italian Vogue und French Vogue. Darin lese ich immer die Interviews. Mir gefällt die Arbeit von Karl Templer unheimlich gut, weshalb ich Vogue als meine Lieblings-Zeitschrift bezeichnen würde. Aber auch die Straßen New Yorks der 80er und 90er haben mich schon immer inspiriert. Es sind viele Dinge wie Kunst, Couture und Städte. Das Reisen ist ein wichtige Quelle. Neue Städte, neue Orte, Museen und Kunstausstellungen inspirieren mich, nicht direkt in Bezug auf Fashion, sondern eher im visuellen Bereich.

Wie würden Sie Ihren persönlichen Stil beschreiben?

Burschikos, minimalistisch, modern und schwarz.

Wie sind Sie eine Stylistin geworden? Haben Sie sich schon immer für Mode interessiert?

Ich war nicht immer an einer Karriere in der Modewelt interessiert, aber Mode an sich hat mich immer begeistert. In der Schule war ich eine Art Fashion-Pionier, da ich gerne mit meinem Style herumexperimentiere und mich nicht immer an die Regel gehalten hatte, wie wir die Schuluniform zu tragen hatten. Dann begann ich mein Studium an der Business School und spezialisierte mich auf Werbung. Anschliessend arbeitete ich im Marketing. Da ich regelmässig mit dem Kreativdirektor zusammenarbeitete, merkte ich schnell, dass mein Interesse im kreativen Bereich lag. Ich traf den Fotographen der Kampange für die ich arbeitete und dessen Agenten gefiel meine Persönlichkeit. Er fragte mich, ob ich nicht als Stylist für ihn arbeiten wolle. Zu der Zeit wusste ich noch nicht einmal, was ein Stylist war.

Können Sie zukünftigen Stylisten einen Ratschlag mitgeben?

Ja ! Geht bitte nicht den Weg, den ich gegangen bin. Das funktionierte damals, aber heute nicht mehr. Um in der Industrie zu überleben, muss man einem guten Stylisten assistieren, der in Vollzeit für ein Magazin arbeitet. So gewinnt man Einblicke in das Business, trifft wichtige Leute und lernt sehr viel. Der Erfolg kommt nicht über Nacht. Viele junge Stylisten glauben, sie hätten alles. Aber in der Realität dauert alles seine Zeit : Es braucht Erfahrung und viel Geduld. Man muss von den Besten lernen. Viele meine früheren Assistenten arbeiten heute erfolgreich als Stylist, was mich unheimlich freut. Aber sie haben alle sehr hart an ihrem Erfolg gearbeitet.

Können Sie mir mehr über den Ort erzählen, den Sie als Ihr zu Hause bezeichnen?

Natürlich New York. Ich komme ursprünglich aus Paris, aber New York ist die letzten 25 Jahre mein zu Hause gewesen.

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Was bedeutet Fashion für Sie?

Fashion bedeutet für mich Bilder zu erschaffen. Ich weiß sehr viel über Design und die Geschichte von Mode. Aber mich interessieren insbesondere die visuellen Aspekte : Wie kann ich Mode nutzen um Schönheit, Silhouetten und Formen zu kreieren.

Welche Mode-Epoche gefällt Ihnen am Besten?

Die 90er. Das war die Mode-Ära, die eine Vielzahl an artistischen Designern hervorbrachte. Außerdem war es einfach eine spektakuläre Zeit in meinem Leben.

Welches unserer verschiedenen Shootings hat Ihnen am meisten Spaß gemacht zu stylen?

Die Kollektion Clean Slate hat mir sehr viel Freude bereitet. Sie ist cool, trendy und für die moderne Frau.

Hatten Sie ein Lieblings-Accessoire?

Ich habe immer ein kleines Schmuckkästchen dabei, in dem sich viele kleine, einzelne Schmuckstücke befinden. Ich persönlich liebe Ringe, bin aber ansonsten kein großer Fan von Schmuck. Ich besitze eine Rolex, die ich aber lediglich zu Shootings trage.

Was sind Ihrer Meinung nach die Key Trends für den Herbst?

Schwarz. Alle Designer haben schwarz für Ihre Kollektion gewählt.

Befolgen Sie eine bestimmte Regel, wenn Sie ein Outfit zusammenstellen?

Bei mir dreht sich alles um die Silhouette. Auch der Mix und das Matching von Stoffen und Farben ist wichtig. Es geht darum den Look zu brechen und nicht alles einheitlich von Kopf bis Fuß zu haben. Man muss etwas Elegantes mit einem eher legeren Teil kombinieren. Es muss nicht ein vollständiger Look vom Designer sein. Man muss seinen eigenen Look kreieren.